Pflanze des Monats
Japanische Wollmispel
Eriobotrya japonica

Seit über tausend Jahren wird sie schon in Japan genutzt, doch ursprünglich stammt die Japanische Wollmispel aus dem südöstlichen China. Inzwischen findet man sie fast in den gesamten Subtropen, wo sie als Obstbaum angepflanzt wird. Bei uns benötigt sie einen windgeschützten, sonnigen Standort und ist dann oft erstaunlich winterhart, wird aber meistens im Gewächshaus überwintert.
Das dunkelgrüne, stark gerunzelte Laub, der breite Wuchs und der von silberweiss zu rötlich wechselnde Neuaustrieb machen sie zu einer ausdrucksstarken Erscheinung. Im Herbst erscheinen weissliche Blüten mit zartem Duft, welche bedauerlicherweise oft durch Frost zerstört werden. Deshalb kann man nur selten eigene Früchte ernten.
Die gute Nachricht: Es gibt sie im Handel! Man bekommt sie unter so verschiedenen Namen wie Nespoli, Nisperos, Misteln (was nicht ganz richtig ist, da sie mit den eigentlichen Misteln nur entfernt verwandt sind) oder – konserviert - als Loquat. Sie schmecken süsssauer und irgendwie apfelig. Eines dieser wie auch immer benamsten Früchtchen, eingelegt in einem Glas Calvados, stilecht serviert mit Zahnstocher, ergibt das Frankfurter Kultgetränk ‘Mistelchen‘.
Standort: In einem Kübel vor der Neuen Scheune
